A(I)mbivalence
Aus dem Maschinenraum
Luise Freese ist Software-Architektin, Autorin und internationale Speakerin. Seit vielen Jahren entwirft und baut sie digitale Systeme für Organisationen, von Anwendungen und Datenmodellen bis zu Automatisierung, Plattformarchitekturen und KI-gestützten Lösungen.
Sie interessiert sich dabei weniger für die perfekte Demo als für das, was danach passiert. Software muss in realen Organisationen funktionieren, mit echten Prozessen, widersprüchlichen Anforderungen, Governance, Compliance, Barrieren, begrenzten Budgets und Menschen, die am Ende damit arbeiten müssen.
Ein wiederkehrendes Thema ihrer Arbeit ist, Dinge sichtbar zu machen, die in Technologieprojekten gern aus dem Blick geraten: unbezahlte oder ungemessene Arbeit, organisatorische Reibung, zusätzliche Koordination, emotionaler Aufwand und die tatsächlichen Kosten vermeintlicher Quick Wins.

Luise schreibt und spricht über Produktivitätsmythen, gescheiterte Digitalisierung, Pseudo-Agilität, Automatisierung, KI und die organisatorischen Muster, die häufig lange vor der Technologie zum eigentlichen Problem werden. Sie verbindet technische Tiefe mit einer ausgeprägten Abneigung gegen digitale Theateraufführungen und stellt bevorzugt die unbequemen Fragen, bevor ein Projekt sie teuer beantwortet.
Mit A(I)mbivalence richtet sie diesen Blick zunehmend auf die gesellschaftlichen und politischen Fragen hinter der Technologie.
Ihr Motto „Changing the world one app at a time“ entstand aus ihrer langjährigen Arbeit mit gemeinnützigen Organisationen.
Luise lebt in Düsseldorf. Wenn sie nicht arbeitet, schreibt oder reist, baut sie LEGO und zieht zwei Teenager Drachen groß. Ihre Lieblingsfarbe ist #ff69b4, und ihre Lieblingszahl 42 braucht keine weitere Erklärung.